Das Kloster Cornberg blickt auf eine bewegte Geschichte zurück – von seinen Anfängen als Benediktinerinnenkloster im 13. Jahrhundert über die Reformation und Jahrhunderte profaner Nutzung bis hin zur sorgfältigen Restaurierung und heutigen Wiederbelebung als kulturelle Begegnungsstätte.

Zeitstrahl

Vom Benediktinerinnenkloster zur Kulturbühne

1230

Kloster Bubenbach

Die Vorgängergründung „Kloster Bubenbach" wird als Tochterkloster der mächtigen Reichsabtei Hersfeld errichtet – ein klassisches Benediktinerinnenkloster der hochmittelalterlichen Klosterlandschaft Nordhessens.

1292

Verlegung nach Cornberg

Unter Propst Hartibus wird das Kloster zwischen 1292 und 1296 an seinen heutigen Standort verlegt. Die erste urkundliche Erwähnung von „Cornberg" datiert auf das Jahr 1292.

14.–15. Jahrhundert

Blütezeit

Das Kloster wächst zu einer wichtigen geistlichen und wirtschaftlichen Institution der Region. Stiftungen Adliger sichern seine Existenz und prägen die romanisch-gotische Architektur, deren Grundzüge bis heute erhalten sind.

1527

Reformation

Mit der Einführung der Reformation in Hessen unter Landgraf Philipp dem Großmütigen wird das Kloster aufgehoben. Die Gebäude bleiben als landgräflicher Wirtschaftshof bestehen.

17.–19. Jahrhundert

Domäne und Gut

Über drei Jahrhunderte dient das ehemalige Kloster als landwirtschaftliche Domäne und später als Adelsgut. Die ursprüngliche Bausubstanz wird vielfach umgebaut, aber im Kern erhalten.

1987

Planungsbeginn der Sanierung

Nach Jahrzehnten des Verfalls beginnt die Gemeinde Cornberg mit ersten Plänen für eine umfassende Rettung und Restaurierung der historischen Anlage.

1990–1994

Große Sanierung

Viereinhalb Jahre Bauzeit und über 12 Millionen DM Investition machen aus den verfallenden Mauern eine Begegnungsstätte. Die Klosterkirche mit ihrer Nonnenempore wird zur Kulturbühne, der Innenhof zum stimmungsvollen Festplatz.

1994

Gründung des Kulturvereins

Mit Abschluss der Bauarbeiten gründen engagierte Bürgerinnen und Bürger den Kulturverein Kloster Cornberg e.V. – mit dem Ziel, die wiedergewonnenen Räume mit Leben und Begegnung zu füllen.

heute

Lebendige Kultur

Über 200 Veranstaltungen später ist das Kloster Cornberg ein fester Bestandteil der nordhessischen Kulturlandschaft – getragen vom Engagement seiner Mitglieder.

Klosterarchitektur
Architektur

Romanik und Gotik unter einem Dach

Das Kloster Cornberg zeigt eine seltene Verschmelzung romanischer und gotischer Bauelemente. Die markanten Rundbogenfenster der Klosterkirche stammen aus der Erbauungszeit im späten 13. Jahrhundert, während Spitzbögen und Maßwerk im Innenraum auf spätere Erweiterungen in der Gotik verweisen.

Besonders bemerkenswert ist die Nonnenempore im nördlichen Flügel der ehemaligen Klosterkirche – heute Hauptspielfläche unserer Konzerte und Lesungen. Der dreiseitige Innenhof, früher der Wirtschaftsbereich des Klosters, dient heute als Veranstaltungsplatz für Sommerkonzerte und Ausstellungen.

Erleben Sie das Kloster

Geschichte zum Anfassen

Die schönste Art, das Kloster Cornberg kennenzulernen, ist ein Besuch bei einer unserer Veranstaltungen.

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